Bei Splitter gibte s ein paar schöne Einzelbände.
KÖNIGLICHES BLUT: ELISABETH BATHORY (18 Euro) befasst sich mit der Blutgräfin, die Jungfrauen ermorden ließ, um in ihrem Blut zu baden, da sie hoffte, so ihre Jugend erhalten zu können. Der Comic hat seine Momente, bringt aber auch Übernatürliches ins Spiel und findet einen Ehemann für die Gräfin, der an Vlad Dracul erinnert.
BIS ZUM BITTEREN ENDE (22 Euro) ist ein Western, der zu der Zeit spielt, als die Ära der Cowboys zu Ende geht. Ein ehemaliger Cowboy möchte Farmer werden, sein Schützling wird jedoch ermordet, was er nicht einfach hinnehmen kann. Der Kontrast des Alten mit dem Neuen funktioniert hier gut, ebenso das Gefühl einer Zeit, die zu Ende geht, während die alten Regeln noch einmal hochkochen. Als Bonus gibt es eine Galerie und ein Interview mit dem Zeichner.
Klassischer ist da schon O.K. CORRAL (18 Euro) über den Kampf der Earps gegen die Clantons. Wer sich mit der Wyatt-Earp-Historie schon vertraut gemacht hat, erfährt hier kaum Neues.
ULYSSE & CYRANO (35 Euro) erzählt von Ulysse Ducerf, der kurz vor dem Schulabschluss und einer glänzenden Zukunft steht: Elite-Studium an der École Polytechnique und später die Übernahme des Familienunternehmens – so zumindest der Plan seines Vaters. Doch ein Skandal erschüttert alles: Der Patriarch wird beschuldigt, im Zweiten Weltkrieg mit dem NS-Regime kooperiert zu haben. Die Familie zieht nach Burgund, wo Ulysse dem wortkargen Koch Cyrano begegnet. Dessen Welt der Kulinarik verändert ihn grundlegend und stellt sein bisheriges Leben infrage. Eine genussvolle Graphic Novel im Frankreich der Nachkriegszeit, die weit über gutes Essen hinausgeht und Fragen nach Glück, Erfüllung und dem richtigen Lebensweg stellt.
VERCINGETORIX (17 Euro) ist die neueste Biografie der Reihe HISTORISCHE PERSÖNLICHKEITEN und zeichnet das Leben des Anführers der Gallier nach, der sich Caesar geschlagen geben musste. Interessante Hintergründe, durchaus auch für Asterix-Fans.
Am 18. Juli 1936 bereitet sich in KRIEGSFOTOGRAFEN (29,80 Euro) Barcelona auf die Volksolympiade vor – ein pazifistisches Gegengewicht zu den Spielen im nationalsozialistischen Berlin. Doch schon am nächsten Tag putscht General Franco, und der Spanische Bürgerkrieg beginnt. Die jungen Fotografen Hans Namuth und Georg Reisner, ursprünglich für die Dokumentation der Spiele angereist, werden unvermittelt zu Kriegsberichterstattern. In den folgenden Monaten halten sie die Brutalität des Konflikts mit der Kamera fest – Bilder, die weltweit verbreitet werden und zugleich ihren eigenen Blick auf Gewalt und Gefahr prägen. Die Graphic Novel ist ein dokumentarischer Comic über eine historische Zäsur, aber auch ein eindringliches Porträt zweier Männer, die die Realität des Krieges sichtbar machen – und dabei selbst Teil von ihr werden.





