Wir konnten vorab schon einige Folgen sehen. Einstimmen wollen wir euch auf die Serie, die heute bei Netflix startet, mit Reviews der ersten beiden Folgen „Der Schlaf der Gerechten“ und „Gastgeber mit kleinen Fehlern“.

Im Jahr 1916 nimmt Roderick Burgess mit seinem Orden den Herrn der Träume gefangen, als dieser gerade den entflohenen Albtraum, den Korinther, einfangen will. Roderick wollte eigentlich den Tod fangen, wünscht nun aber von Dream, dass dieser ihm seinen toten Sohn zurückgibt, oder ihn zumindest ewig jung hält. Aber Dream spricht nicht. Die Jahre ziehen ins Land, die Abwesenheit von Dream im Traumreich sorgt für eine Schlafkrankheit in der wirklichen Welt und nach etwa einem Jahrhundert gelingt ihm die Flucht.


Nach all den Jahren und den vielen verschiedenen Projekten rund um THE SANDMAN, aus denen nie etwas geworden ist, ist dies ein wahrgewordener Traum. Die perfekte Adaption von Neil Gaimans wegweisendem Comic, der nicht umsonst zu den Besten des Mediums gehört. Die Bilder, die hier heraufbeschworen werden, entstammen direkt der Vorlage. Kenner des Comics werden verzückt sein. Aber man muss ihn nicht kennen, um sich an dieser ersten Episode zu erfreuen. Sie bildet den Prolog und deckt die langen Jahre der Gefangenschaft ab. Danach geht die Geschichte richtig los. Ein brillanter Auftakt, inhaltlich stark, toll gespielt und ein Fest fürs Auge. Besser hätte man den Comic nicht umsetzen können (nur Dream hätte ruhig kreidebleich sein dürfen).


Das Traumreich ist verfallen. Um es zu retten, muss Dream von Kain und Abel, den Hütern des Hauses der Mysterien und des Hauses der Geheimnisse ein Geschenk zurückfordern. Er erfährt, wo sich seine drei Insignien der Macht befinden und macht sich auf den Weg nach London. Dort ist sein Beutel mit Sand.


Das ist die kürzeste Folge der Staffel. Sie wartet mit wundervollen Bildern auf, aber auch einer mächtigen Sequenz, in der Dream erfährt, wo seine Insignien sind. Eines hat Johanna Constantine. In den Comics war es John Constantine, hier machte man eine weibliche Version daraus, weil Constantine eine eigene Serie bekommt. Zudem ist Johanna Constantine eine Vorfahrin von John gewesen. Der Name wird übrigens „Con-stan-tein“ ausgesprochen, nicht „Con-stant-tien“, wie es sei dem Keanu-Reeves-Film so gemacht wird. Neil Gaiman war das wichtig, denn die Ausprache ist die, die von Alan Moore, dem Schöpfer der Figur, etabliert worden ist.

Von Peter

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