In den USA lief die dritte Staffel schon Ende November letzten Jahres aus. Erst jetzt kam sie zu Amazon Prime. Eine Verzögerung, die auch schon bei den vorherigen Staffeln bemerkbar war und heutzutage völlig unzeitgemäß erscheint.


Die zweite Staffel endete völlig offen, da COVID-19 der Produktion einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Die letzte Folge und damit das Staffelfinale konnten nicht mehr produziert werden. Der Auftakt der dritten Staffel muss nun also erstmal den alten Handlungsbogen abschließen. Das geschieht in bester DOOM PATROL-Manier, nämlich gänzlich unerwartet. Die Geschichte wird ratzfatz beendet, dann kümmert man sich noch um den Crazy-Jane-Plot, und lässt eine Figur sterben – auch sehr en passant. Aber immerhin: Der Tote ist dann noch ein paar Folgen zumindest zu hören, da sein Kopf noch eine wichtige Rolle spielt.


Die dritte Staffel ist so abstrus wie eh und je. Diesmal gibt es eine Zeitreise, mit Laura DeMille eine neue Figur, die Verbündete oder Feind sein könnte, die Doom Patrol stirbt und findet sich im Jenseits wieder, und Untote gibt es auch.
Dazu kommt der rote Faden: der Kampf gegen die Sisterhood of Dada. Naja, falls die überhaupt die Schurken sind. Bei DOOM PATROL weiß man das nie so genau.

Die dritte Staffel besteht aus zehn Episoden – praktisch jede ist wieder ein Kleinod aus Absurdistan. Ob nun Szenen mit Muppet-Puppen oder Zombies oder einem Riesenroboter oder einem Gorilla mit französischem Akzent, hier wird zelebriert, dass dies die Serie ist, bei der einfach alles möglich ist und nichts irgendwelchen Konventionen folgen muss.
Für Comic-Fans besonders schön ist eine Folge, die das filmische Debüt der von Neil Gaiman geschaffenen Dead Boy Detectives beinhaltet. Darüber hinaus gibt es mit Michelle Gomez eine neue Hauptdarstellerin, die hier so gut wie einst als Missy ist.
Das Ende der Staffel ist dann so, dass endlich – nach 34 Folgen – das Team auch wirklich ein Team ist.

Von Peter

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