BATMAN: DIE DREI JOKER liegt nun komplett vor. Drei schöne Hardcover-Alben des DC Black Labels. Zudem erscheint auch noch eine Gesamtedition. Nennenswerte Vorkenntnisse benötigt man nicht. Wenn man mal Batman-Comics gelesen hat, dann ist man bestens gerüstet. Denn Autor Geoff Johns rüttelt gehörig auf, was man bisher kannte.

Die Ausgangslage bildet das Ende des Darkseid-Kriegs. Damals saß Batman auf dem Möbius-Stuhl und stellte die Frage nach der wahren Identität des Jokers. Die Antwort legte nahe, dass es gleich drei Joker gibt. In der vorliegenden Miniserie enthüllen sich diese Jokers nun Batman. Es gab schon seit langer Zeit drei: Den Kriminellen, den Komiker und den Clown. Wem Batman und Co. wann begegnet sind? Unklar. Welcher von ihnen der ursprüngliche Joker ist? Auch unklar. Zumindest bis zum Ende, dann enthüllt Batman, dass er um die wahre Identität des Jokers weiß. Er wusste sie schon eine Woche nach ihrer ersten Begegnung. Was die Frage aufkommen lässt, wieso er dann im Möbius-Stuhl überhaupt diese Frage stellen musste. Hat Geoff Johns da etwa einen Denkfehler gemacht?

Aber wie dem auch sei, der Comic hat es in sich. Es ist faszinierend, die verschiedenen Nuancen dieser drei Joker zu sehen, denn jeder ist etwas anders – mal kühler und überlegter, mal verrückter und aufs Chaos aus. Interessant ist auch: Als einer der drei stirbt, wollen sie einen Nachfolger und suchen nach dem richtigen Kandidaten. Ob Red Hood das ist? Immerhin hat er sogar den Namen angenommen, den der Joker früher nutzte.

Daraus bezieht der Comic viel Spannung und Dramatik, da Jason Todds Weg wirklich in den Wahnsinn, wie der Joker ihn präsentiert, führen könnte. Der Comic lebt aber auch von einer immensen Tragik, die sich in den kleinen Momenten ergibt. Er zitiert einiger der großen Batman-Klassiker und hat das Zeug, dereinst selbst einer zu sein.

Von Peter

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