Die Welt ist nicht länger in Staaten aufgeteilt, sondern wird von Familien und Wirtschaftsimperien beherrscht. Die Familien herrschen über alles, während die normalen Menschen nur noch als Abfall gelten. Doch es gibt Konflikte zwischen den verschiedenen Familien, die allesamt den Carlyles die Langlebigkeit missgönnen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Forever Carlyle, der Lazarus der Familie.

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Sie ist eine genetisch veränderte Kreatur, die nicht sterben kann – und die Tochter des alten Carlyle. Zumindest glaubt sie das, aber eigentlich ist sie nur ein Werkzeug in den Händen ihres „Vaters“, das eingesetzt wird, als der Konflikt zwischen den Familien hochkocht und der Krieg vor der Tür steht.

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Das ist – recht grob – die Handlung der ersten drei bei Splitter erschienenen Bände von LAZARUS, die von Greg Rucka geschrieben und von Michael Lark gezeichnet wurden. Es ist eine faszinierende Welt, die Rucka hier entwirft. Eine, die als Social-Fiction, wie Warren Ellis es in seinem Vorwort nennt, eine Überspitzung heutiger Zustände liefert. Es ist eine Welt, gegen die der Turbokapitalismus geradezu harmlos erscheint.

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Rucka schafft es hier, nicht nur actionreich zu erzählen, sondern auch ein sehr diffiziles Konstrukt zu errichten, das nicht nur in Hinblick auf die interpersonellen Beziehungen wirkt, sondern auch und besonders bei den verschiedenen Familien. Das ist mordsmäßig spannend, dynamisch in Szene gesetzt und schlichtweg eine der besten Serien, die es in den letzten Jahren gab. LAZARUS entwickelt einen erzählerischen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Der vierte Band folgt im November.

Von Peter

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