Bei Splitter sind zwei interessante Graphic Novels erschienen.
In einer Welt, in der NEKROMANTEN (25 Euro) die Fähigkeiten der Toten nutzen, wird die ehrgeizige Morla von einem mächtigen toten Erzmagier besessen. Retten kann sie ausgerechnet nur ihr kleiner Bruder Acher – vermutlich der schlechteste Nekromant des Königreichs. Seine einzigen Geister sind ein unfähiger Krieger, ein seniler Gelehrter und eine flatterhafte Bauchtänzerin. Der Splitter-Comic verbindet Fantasy mit Humor in einer abgeschlossenen Geschichte.
In DAS LETZTE HAUS AM RAND DES WALDES (35 Euro) hält Pierrot sich dank eines Voodoo-Zaubers für unwiderstehlich, obwohl seine Rendezvous regelmäßig scheitern. Verantwortlich für den Fluch ist seine Mutter Yvette, die mit ihrem in eine Statue verwandelten Mann, Homunkulus-Dienern und fleischfressenden Pflanzen in einer Villa am Waldrand lebt. Bei einer Geburtstagsfeier kommt die bizarre Familie zusammen – bis die Prostituierte Mimi für reichlich Wirbel sorgt. Eine herrlich absurde, fantastisch überbordende Geschichte von Jean-Blaise Djian und Régis Loisel, bei der die skurrilen Ideen einfach nicht abreißen.

