Passend zum Spidey-Film gibt es auch ein paar Comics, die filmische Themen enthalten. MARVEL KNIGHTS: PUNISHER (15 Euro) zeigt Frank Castle als älteren Mann, der noch immer die Schuldigen bestraft und gegen ein Kartell kämpft, das ihn zu einer Art Killer-Zombie macht. Der Comic ist Teil der Marvel-Knights-Welt, in der es Castle erlaubt war, zu altern.

PREDATOR VERSUS SPIDER-MAN (15 Euro) bietet etwas, das man im Kino nicht sehen kann. Eine Hitzewelle legt New York mit einem massiven Stromausfall lahm. Während Spider-Man den Menschen in der Dunkelheit hilft, wird er selbst zum Gejagten: Ein Yautja ohne Ehrenkodex hat ihn als Ziel für ein uraltes Ritual ausgewählt. Zwischen den Wolkenkratzern beginnt eine tödliche Jagd – doch Spider-Man und der Predator sind nicht die einzigen Teilnehmer. Ein weiterer Jäger greift in den Kampf ein.

In SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY (24 Euro) hat sich Peter Parkers Leben völlig verändert: Er wohnt wieder bei Tante May, ist arbeitslos und zieht mit Harry um die Häuser. Als Spider-Man trifft er auf Mr. Negative, die neue Heldin Jackpot und einen unbekannten Goblin. Zugleich macht ihn die Polizei für eine Mordserie verantwortlich. Eine einsteigerfreundliche Story mit einem fiesen Ende.

Zwei MARVEL MUST-HAVE-Titel passen gut zum neuen Spidey-Kinofilm. BORN (25 Euro) erzählt nicht die Ursprungsgeschichte des Punishers, sondern vielmehr, wie Frank Castle im Jahr 1971 in Vietnam zum Kriegshelden wird.

DER TOD VON JEAN DEWOLFF (29 Euro) beginnt mit dem Mord an der Polizistin Jean DeWolff, die Spider-Man mehrfach zur Seite gestanden hat. Während er nach ihrem Mörder sucht, verfolgt auch Daredevil dessen Spur, da der Täter einen mit ihm befreundeten Richter auf dem Gewissen hat. Die Ermittlungen führen zum maskierten Sin-Eater. Als Spider-Man die Wahrheit erfährt, verliert er beinahe die Kontrolle. Die Geschichte entfaltete bei ihrer Veröffentlichung eine enorme Wirkung, weil der Tod einer etablierten Nebenfigur keineswegs selbstverständlich war. Wer etwa Gwen Stacys Schicksal noch nicht kannte, musste hier erkennen, dass auch vertraute Charaktere nicht zwangsläufig sicher waren. Ein Tod konnte damals noch endgültig erscheinen und musste nicht automatisch als vorübergehender Versuch verstanden werden, die Auflage zu steigern. Gerade deshalb konnte sich die Story nachhaltig ins Gedächtnis einbrennen. Die Marvel-Comics verloren damit ein Stück ihrer bisherigen Unschuld. Plötzlich hatten Ereignisse schwerwiegende Konsequenzen, und selbst Helden wie Spider-Man oder Daredevil schienen nicht mehr unantastbar. Für Leser entstand so der Eindruck, dass in diesen Geschichten tatsächlich alles passieren konnte.

Von Peter

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