Seit Jahren wollten Scott Snyder und Charles Soule zusammenarbeiten, im Jahr 2017 hatten sie die ersten Ideen für das, was UNDISCOVERED COUNTRY werden sollte. Sie stellten sich die Frage, wie die Welt, aber auch wie die USA aussehen würde, wenn das Land sich für mehr als 30 Jahre komplett von allem abgeschottet hätte. Nun, in einer Zeit, in der eine tödliche Seuche grassiert, wird eine Einladung an einen kleinen Trupp Menschen ausgesprochen, die die ersten sein werden, die seit Jahrzehnten die USA betreten. Was sie finden, ist verstörend.

Denn Snyder und Soule machen aus ihrem Comic weniger etwas politisch, als dass sie vielmehr in die Welt der Science Fiction eindringen, da die Zeit nicht überall gleich verläuft und die USA zu einem Potpourri des apokalyptischen Schreckens geworden sind. Was die Einreisenden hier erleben, ist bizarr. So, wie es der ganze Comic ist.

Interessant ist er dabei auf alle Fälle, weil die Autoren offenkundig ein großes Epos gestartet haben, bei dem alles möglich ist. Das erlaubt es ihnen, aber auch dem Leser, dieses unentdeckte Land – bei Shakespeare noch eine Metapher für den Tod – kennen zu lernen. Das ist durchaus faszinierend, im ersten Tradepaperback fühlt man sich aber noch etwas verloren. Weil so viele Figuren vorgestellt und so viele Ereignisse geschildert werden. Aber man spürt, dass man hier Zeuge von etwas Großem ist.

Von Peter

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