Der Heckenritter 1“ beginnt mit dem Tod. Dem von Ser Arlan, dem Herrn des Knappen Dunk, der sich entschließt, Schild und Schwert an sich zu nehmen und sich selbst zum Ritter ernennt. Als Ser Duncan der Große möchte er an einem Turnier teilnehmen und sich ein besseres Leben aufbauen. Denn Heckenritter sind per se verarmte Ritter, sie dienen keinem Herrn und reisen durch das Land. Die Hecke ist ihr Hof, daher der Name.

Anders als so viele Ritter edleren Bluts hält sich Duncan jedoch an die Tugenden der Ritterschaft. Er will den Unschuldigen helfen, was ihn in Teufels Küche bringt. Denn er schlägt Prinz Aerion Tagyaren, als dieser eine Puppenspielerin misshandelt. Aerion fordert Vergeltung und Duncan bleibt die Wahl: Hand und Fuß verlieren oder sich dem Gottesurteil stellen. Er wählt letzteres, braucht jedoch sechs andere Ritter, die mit ihm gegen Aerion und seine Kämpen antreten.

Die Geschichte von Dunk und seinem Knappen Egg sind Teil eines Zyklus. Martin hat mehrere Kurzgeschichten geschrieben, die Adaption der ersten übernahmen Ben Avery und Mike S. Miller.

Avery erzählt aus Dunks Perspektive. Durch die vielen erklärenden Texte, die aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur dargeboten werden, erhält der Comic ein sehr literarisches Feeling. Es ist kein Comic-Band, den man zügig gelesen hätte. Vielmehr beschäftigt er den Rezipienten, wobei er dank der wunderbaren Bilder auch dem Auge schmeichelt.

Die bekannten Herrenhäuser aus „Game of Thrones“ kommen auch hier vor. Wer mit der Materie nicht schon vertraut ist, kann bei all den Sers und Lords aber schon leicht mal den Überblick verlieren. Im Grunde ist das aber auch nicht das Schlechteste, ergeht es dem Leser doch damit nicht anders als Ser Duncan.

Von Peter

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