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Jan Mayen Neuausgabe 04: Hefte 31-40

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Von Paul Alfred Müller. Paperback, 313 Seiten, 12 Abbildungen.In einer Zeit, in der für die... mehr
Produktinformationen "Jan Mayen Neuausgabe 04: Hefte 31-40"
Von Paul Alfred Müller. Paperback, 313 Seiten, 12 Abbildungen.In einer Zeit, in der für die „arbeitende Bevölkerung“ Urlaub oft noch ein Fremdwort war und Fernreisen zu den Wunschträumen gehörten, bot Paul Alfred Müller alias „Lok Myler“ seinen überwiegend noch im jugendlichen Alter befindlichen Lesern eine große Bandbreite an „Traumreisen“. Zusammen mit der jungen Identifikationsfigur konnten sie so wenigstens im Geiste reisen und ihre Sehnsucht nach Abenteuern in fernen Ländern befriedigen. In den vorliegenden zehn JAN-MAYEN-Abenteuern kämpft und siegt der Protagonist in Brasilien, Kanada, den USA, Island, Deutschland, Großbritannien, Süd- und Zentralafrika und im Indischen Ozean. Die Entwicklung der Handlung bekommt gleich im ersten Band dieser Zusammenstellung einen entscheidenden Impuls: Der Held übernimmt von seinem erkrankten Vater die Verantwortung für das utopische Projekt der Grönland-Enteisung mittels eines Weltraumspiegels. Wenn dem Serienhelden Jan Mayen auch die mythologische Überhöhung fehlt, die der Autor seinem Maya-Spross Sun Koh angedeihen ließ, so ist diese Nachfolgereihe aus dem Blickwinkel der Innovationen, wie schon mehrmals erwähnt, bedeutend inhaltsreicher. In den vorliegenden Folgen hebt der Verfasser beispielsweise mit dem hier eingeführten Metall „Dietan“ die Erdanziehung auf, er beschreibt eine Strahlenwaffe, die Materie zu Staub zerfallen lässt, und ein Infrarot-Sichtgerät; man bewegt sich in automatisch oder ferngesteuerten Flugzeugen.NASA-Ingenieure träumen von der Urbarmachung des Nachbarplaneten Mars und sprechen in diesem Zusammenhang von „Terraforming“. Man stellt sich vor, im Laufe von Jahrhunderten den Boden des Planeten (wieder) fruchtbar und seine Atmosphäre atembar werden zu lassen. Mit dem Problem der Verbesserung des Bodens, mit der Erzeugung von Humus, beschäftigte sich Müller bereits 1934. In der SUN-KOH-Folge Die flüssige Pest (Nr. 51) ging er auf die humuserzeugenden Fermente (heute als Enzyme bezeichnet) ein. Auch im vorliegenden Sammelband kommt er in Nr. 35 (Der gestohlene Platz) noch einmal auf dieses Thema zurück, und schließlich hat Müller es 1952 sogar zum Mittelpunkt seines Romans Humus (Bielmannen-Verlag, München) gemacht.Immer wieder erstaunt uns der Autor mit Ideen und Aussagen, die man im Rahmen einer sogenannten Groschenheftserie nicht erwarten würde. Er setzte zu einem Diskurs zum Thema „Kraft der Seele“ an, versuchte einen Existenzbeweis der Seele zu kreieren. Wie so viele Autoren jener Zeit musste auch Herr Müller Kotau vor der herrschenden Klasse machen; so herrscht bei seinen deutschen Bauern im Ausland noch Zucht und Ordnung in der Familie oder man stößt hier auf die Aussage, dass die Germanen mehr Kultur im Leibe hätten als gewisse andere Völker, die uns immer „vor die Nase gehalten“ werden. Da die Hefte dieses Sammelbands 1937 erschienen, werden die Engländer hier noch als Vertreter einer großen Kulturnation vorgestellt und Müller singt ein Loblied auf englische Traditionen.
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